Cloud „Made in Germany“ gegen PRISM und Co?

Die Abhörung des Internets durch die NSA und anderer auch nicht-amerikanischer Behörden hat in Deutschland – zumindest laut den Ergebnisse der Befragung zum dritten Quartal 2013 des IT-Cloud-Index (www.it-cloud-index.de) – die Sensibilität bei Cloud-Produkten gesteigert. Es wird nach transparenteren Angeboten gesucht und Cloud-Services unter der inoffiziellen Bezeichnung „Made in Germany“ werden von 56% der befragten deutschen Mittelstandsunternehmen als Wettbewerbsvorteil gesehen.

Die deutsche Cloud-Industrie wird nach der Einschätzung des IT-Cloud-Index, durch die Abhörskandale gestärkt, denn knapp die Hälfte der Befragten bekräftigt, dass ein Unternehmen mit Sitz in Deutschland auch ein heimisches Angebot wahrnehmen müsse. So zumindest das Fazit der Marktforscher von techconsult, die mit dem IT-Cloud-Index eine Langzeituntersuchung zum Stellenwert von Cloud Computing in mittelständischen Unternehmen erstellen.

Ich stelle mir jedoch die Frage, wie lange das Thema der Überwachung überhaupt in den Köpfen der Leute bleibt und v.a. ob bei den Entscheidungsträgern wirklich ein Umdenken stattfindet. Cloud-Services aus Deutschland sind im Vergleich zu amerikanischen Global-Playern teurer und ob es nun wirklich einen Aufschwung für deutsche Anbieter geben wird, bleibt meiner Meinung nach abzuwarten.

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